Gauchos

Gauchos sind Viehhirten, die Kühe, Pferde und Schafe in der Pampa hüten. Sie sind vergleichbar mit den Cowboys Nordamerikas.

Ene eschte Kähl

Gauchos sind stolz auf ihren Beruf und sitzen bei ihrer Arbeit hoch zu Roß. Unterstützt werden sie von Hütehunden, die sehr wirkungsvoll Herden vorantreiben und beieinander halten. 

Gaucho bei der Arbeit

Gauchos erkennt man auch jenseits ihrer Arbeit an der Kleidung. Sie tragen eine Art Pluderhosen in Lederstifeln, die mit einem breiten Gürtel abschließen, auf dessen Rückseite ein langes Messer in einem Schaft steckt.  Der Oberkörper wird von einem weiten Hemd bedeckt. Ein Schal umschließt den Hals und den Kopf bedeckt ein Hut oder eine Art Baskenmütze.

Gauchos schmücken sich und ihre Pferde gerne mit Silber- oder -sehr selten sogar mit Goldschmuck. 

Goldschmuck im musealen Teil der Schmiede


Die Schmiede in San Antonio de Areca, einer kleinen Stadt in der Nähe von Buenos Aires, sind heute noch bekannt für ihr kunsthandwerklichen Fähigkeiten. Wir durften Ihnen bei der Arbeit zusehen.

Kunstschmied bei der Arbeit

 
Hier lebt die Tradition der Schmiedekunst fort und man kann sich fein ziselierten Silberschmuck anfertigen lassen. 

Die komplette Palette von Steigbügelhaltern

Steigbügel


über Reitgerten

Reitgerten


bis hin zum Zaumzeug

Kopfschmuck

  wird angeboten.

Messerscheide in Arbeit

An der Qualität der Gürtelschnalle kann man etwas über den gesellschaftlichen Rang des Trägers ablesen. 

Gürtelschnalle


Denn die handgefertigten Silberarbeiten haben ihren Preis, was wir am eigenen Portemonnaie zu spüren bekamen.

Da haben alle was zu lachen

Buenos Aires ist eine Reise wert

Buenos Aires liegt am Rio de La Plata, dem Zusammenfluss von Rio Paraná und Rio Uruguay, der auf der Höhe von Montevideo in den Atlantischen Ozean mündet. Die Stadt hat etwa so viele Einwohner wie Berlin und besticht durch eine gelungene Verbindung von alter und neuer Architektur.

KODAK Digital Still Camera

Blick auf das Hafenbecken

Rund um die Hafenbecken von Puerto Madero joggt oder flaniert man, lässt sich unterhalten,

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Eine der Attraktionen am Hafenbecken

landet irgendwann in einem der vielen Lokale, genießt die nächtliche Stimmung und

Rosa angestrahlte Brücke mit erleuchteter Silhouette einer Windjammer in Puerto Madero

den Blick auf illuminierte Gebäude.

KODAK Digital Still Camera

nächtlicher Blickfang

Aber die Stadt hat auch tagsüber ihren Reiz und lädt zum Bummeln ein. Die Plaza de Mayo ist der zentrale Platz, an dem auch der Präsidentenpalast, die Casa Rosada, liegt.

 

Casa Rosada an der Plaza de Mayo

Der Platz ist durch die Madras weltbekannt geworden, die während der Militärdiktatur dort demonstrierten. Sie wollten wissen, was mit ihren  verschwundenen Kindern geschehen war und die dafür Verantwortlichen zur Rechenschaft  ziehen.  Insgesamt ca. 30000 Menschen sind in der Zeit spurlos verschwunden. Noch heute, 40 Jahre danach, wird der Frauen und ihren Kindern auf dem Platz gedacht.

Zur Zeit der Militärdiktatur verschwundene Menschen

Das war nicht unsere einzige Demonstration. Am 1. Mai konnten wir hautnah miterleben, wie viele Menschen am Tag der Arbeit auf die Straße gehen, eine sehr eindrucksvolle Machtdemonstration.

1. Mai Demo

In der Stadt wird aber nicht nur demonstriert. Viel Musik liegt in der Luft.

Ein Mann Blues Band

Trommlergruppen spielen sich in Exstase und es wird getanzt: Tango natürlich

Es geht auch weniger elegant.

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Auf der Plaza Dorrego wird Sonntags zum Tango aufgespielt

Den Verkehr in der Stadt beherrschen – wie in vielen anderen lateinamerikanischen Städten – die Taxis. Hier in Buenos Aires haben sie den Taxifahrern und ihren Fahrzeugen ein Denkmal gesetzt.

Taxidenkmal

Colonia Valdense

Wer hätte das gedacht? Es gibt in Argentinien und Uruguay Valdenser Gründungen!

Das Haus der Valdenser

Die ersten Siedler kamen 1848 aus dem Piemont nach Uruguay. 1857 wurde die Colonia Valdense, etwa 100 km von Montevideo entfernt, gegründet.
Wir haben das dortige Museum besucht, 

Valdenser Museum in Uruguay

das sehr gut informiert über das Leben der Siedler.

Typische Einrichtungsgegenstände

Am Abend gab es in der Kirche ein Konzert mit Chor und

Kirchenkonzert

begleitender Band.

 Die Kirche wurde 1898 geweiht.

Kirche in der Colonia Valdense

 

Der Kircheninnenraum ist gewohnt schlicht ohne jeden Pomp gestaltet.

Kircheninnenraum mit Orgel

Von der Gründung an hat sich die Stadt stetig weiter entwickelt. Das war auch möglich, weil die Gegend fruchtbar ist.  Bereits 1888  gab es eine weiterführende Schule im Ort.

Schule in Colonia Valdense


Die dynamische Entwicklung kann man auch am Baustil einzelner Häuser nachvollziehen.

Villa in Colonia Valdense

Auch im nahe gelegenen La Paz haben Valdenser ihren Frieden gefunden.

Die Inkas, ein Streiflicht

Das Inkareich existierte annähernd 400 Jahre zwischen dem 13. und 16. Jahrhundert. Die Inkas kamen aus dem Hochland. Cusco war ihre Hauptstadt, von der aus sie ein riesiges Reich eroberten und regierten.

Cusco mit der Plaza de Armas

In der Hochzeit der Inkakultur erstreckte sich ihr Imperium in die Länder Peru, Ecuador, Bolivien, Argentinien und Chile. Mitglieder des Adels wurden Regionalherrscher, die für die Verwaltung der weit zerstreuten Regionen zuständig waren. Das sicherte Loyalität und schaffte eine dezentrale Verwaltung, die schnelle Entscheidungen fällen konnte.

Als die Spanier das Inkareich eroberten, haben sie deren Siedlungen zerstört. Sie wollten die Inka Kultur auslöschen und durch ihre ersetzen. Wir haben im Valle Sagrado einige z. T. rekonstruierte Inka Siedlungen besucht.

Blick auf den oberen Teil der Inka Siedlung hoch über Pisaq

Die Verbindung zwischen einzelnen Reichsteilen wurde über sog. Inkapfade sicher gestellt, auf denen Staffelläufer schnell Informationen verbreiten konnten. Die Pfade erleichterten auch die Eroberungszüge der Inkas. Wichtige Orte waren Knotenpunkte von Inkapfaden wie bspw. Chinchero. Hier wurde Gemüse und Obst vornehmlich dafür angebaut, die Reisenden zu versorgen.

Inkaterrassen in Chichero vor der spanischen Siedlung

Im Umgang mit anderen Stämmen war man äußerst geschickt. Zunächst versuchte man sie davon zu überzeugen, dass es für sie vorteilhaft wäre, Teil des Inkareichs zu werden. Erst wenn diese Bemühungen scheiterten, wurden militärische Mittel eingesetzt. Die Regionalfürsten konnten in der Regel ihre Position behalten, ihre Entscheidungsgewalt war allerdings eingeschränkt.

Zur Inkazeit gab es kein Zahlungsmittel, Gold diente nur dekorativen Zwecken.

Goldfunde aus den Gräbern in Sillustani

Die Bevölkerung musste vielmehr ein Drittel ihrer Arbeitskraft oder der Erträge ihrer Arbeit an die Inkas, ein weiteres Drittel an den Sonnengott abgeben. Ein Drittel durften sie für sich und ihre Familie behalten.

Dadurch war der Siedlungsbau gesichert. Siedlungen wurden nur dort errichtet, wo es ausreichend Wasser gab. Dieses wurde über ein Kanalsystem in den Ort und zur Bewässerung auf die Inkaterrassen geleitet.

Inkaterrassen in Pisaq

Deren Aufbau bestand auf groben Steinen als Untergrund, einer darüber liegenden Sandschicht und schließlich einer Erdschicht. Damit war eine gute Drainage gegeben, die die Wässerung über die Terrassen nach unten gewährleistete. Je nach Lage und Kleinklima der Terrasse wurden unterschiedliche Früchte angebaut. Dadurch, dass die Inkas viel vom Verlauf der Sonne verstanden und frühzeitig schon eine Sonnenuhr entwickelt hatten, konnten sie die Jahreszeit präzise bestimmen und wussten genau, wann Saat- und Erntezeit war. Die Sonnenuhr war so konstruiert, dass sie bei Frühlings- und Herbstanfang keinen Schatten warf.

Sonnenuhr in Machu Picchu

Eine der bedeutendsten Inkagründungen im Valle Sagrado war Ollantaytambo, das an einem Straßenkreuz von Inkastraßen lag.

Blick über die Inkaterrassen auf die Reste der Inkasiedlung in Ollantoytambo

Die vom heutigen Ort steil aufragenden Terrassen stabilisierten die oben liegende Siedlung und erschwerten Feinden den Zugang.

Die Inkas verehrten 12 Götter. Der wichtigste war Inti der Sonnengott. Bedeutend waren auch  Mamaquilla, die Göttin des Mondes. Viracocha, der Gott der Schöpfung und Pachamama, die Göttin der Erde.

Die insgesamt 12 Stufen des Inkakreuzes symbolisierten diese 12 Götter, aber auch die 12 Monate des Jahres. Die sich viermal wiederholenden drei Stufen des Inka Kreuzes hatten eine weitere spirituelle Bedeutung.

Im Schmuck verarbeitetes Inkakreuz

Die unterste Stufe repräsentiert die Unterwelt, für die die Schlange als Symbol galt. Die mittlere Stufe repräsentiert die Gegenwart, symbolisiert durch den Puma und die oberste Stufe war stellvertretend für das Leben nach dem Tod, symbolisiert durch den Kondor. Die Inkas gingen davon aus, dass nach dem Tod die Seele in den Himmel fährt und ein neues Leben begründet. Deshalb wurden die Toten auch in der Stellung des Fötus mumifiziert, mit dem das neue Leben wieder beginnen konnte. Auf dem Friedhof in Sillustani wurden über den Gräbern Türme erbaut mit einem Ausgang gen Osten.

Grabstätte in Sillustani

Anders in Pisaq. Dort wurden die Grabstätten in die Felswände gehauen.

Blick auf die Grabstätten in der Inkasiedlung in Pisaq

Die Zahl 3 steht auch für die drei Grundregeln des Zusammenlebens im Inkareich. Danach durfte man

nicht stehlen, nicht lügen und nicht faul sein.

Passt alles auf einen Bierdeckel.

Taquile

Taquile ist eine Insel auf dem Titicacasee. Der See ist mit 3800 m Höhe der höchst gelegene und mit 8500 Quadratkilometern der zweitgrößte See Südamerikas. Er erreicht eine Tiefe von bis zu 280 m. 

Mit Vollgas über den Titicacasee

Er wird von 7 großen Flüssen gespeist und sein Pegel steigt ständig an. Peru und Bolivien teilen sich den See im Verhältnis 60% zu 40%. Taquile liegt in Peru und ist nach einem spanischen Adligen benannt, der die Insel vom spanischen König kaufte.

Am Eingang zur Insel wird der Eintritt fällig


 Seit 1937 gehört die Insel wieder den Taquileños. Geblieben ist die spanische Bauerntracht, die die Bewohner und

Taquileño

 Bewohnerinnen der Insel seit der Besetzung durch die Spanier  tragen. 

Taquileñas

Die Taquileños haben sich als Genossenschaft organisiert, die die Insel verwaltet. Da sie die von den Inkas übernommenen Gebote „nicht lügen, nicht stehlen und nicht faul sein“ ernst nehmen, kommen sie gut zurecht und brauchen keine Polizei auf der Insel. Die Genossenschaft kümmert sich auch um den Tourismus, der ein wichtiger Wirtschaftsfaktor ist. 
Zudem  bauen die Bewohner auf den Inkaterrassen Obst und Gemüse an und gehen auf Fischfang.

Inkaterrassen auf Taquile

Berühmt sind ihre guten Web- und Strickwaren.

Alpacamützen

Die Männer der Insel sind erst dann heiratsfähig, wenn sie stricken können. So sind viele angebotene Textilien von Männerhand gemacht. Zur Hochzeit ist es zudem Sitte, dass die Braut sich die langen Haare abschneiden lässt und daraus – wie rechts auf dem Bild zu sehen – eine Bauchbinde Für den Ehemann gewebt wird.

Taquileños beim Stricken und Weben


Wegen ihrer gesunden Lebensweise werden die Taquileños steinalt. Der nicht mehr ganz so junge Mann auf der linken Seite ist immerhin schon 96 Jahre alt. Er strickt nicht nur, sondern hat uns auch mit zwei  Tanzeinlagen  stark beeindruckt. 

Auf zum Tanz

Erfahren haben wir auch, wie man aus einer Pflanze in kurzer Zeit ein überraschend wirksames Waschmittel herstellen kann, mit dem die Taquileños Wolle reinigen.

Erster Schritt zur Zubereitung des Waschmittels

Zunächst wird die Pflanze zerdrückt, dann mit Wasser vermischt in einem Sack mit schmutziger Wolle geschüttet. Nachdem der Sack durchgewalkt und die Flüssigkeit ausgewrungenes, kann man die saubere Wolle dem Sack entnehmen.

Nachzutragen gilt noch, das die Insel Taquile eine Hunde und Katzen freie Insel ist.

Die schwimmenden Inseln der Urus

Auf dem Titicacasee leben etwa 2000 Urus. Die Urus sind eine Ethnie, die um ca. 800 nach Christus auf dem Wasser Schutz gesucht hat.

Schwimmende Häuser vor der Kulisse von Puno

Sie haben schwimmende Wohnstätten in einem Schilfgebiet dicht vor der Stadt Puno.

Blick auf Puno und den Titicacasee

 Dort gibt es insgesamt 95 Inseln, auf denen jeweils 5 Familien mit etwa 20 Mitgliedern leben. 

Uru Insellandschaft

Sie leben von der Jagd auf Wasservögel,

Eine trockene Angelegenheit

dem Fischfang und vor allen Dingen von Touristen, die in Scharen die Inseln besuchen.

Die haben gut lachen

 Die Urus bieten für Touristen Fahrten mit Ihren „Mercedes“ Booten an, die von zwei Ruderern bewegt werden.

Mercedes Boote aus Schilf

Auch kann man handwerklich hergestellte Produkte kaufen. Auf den jeweiligen Inseln wird gemeinsam gegessen, im Wechsel sind die Familien mit Kochen dran. 

Traditionelle Kochstelle

Die Inseln haben eine Lebensdauer von 35 Jahren. Ihr Aufbau besteht aus etwa 1 m Schilfwurzeln und

Schilfwurzelgeflecht


einem weiteren Meter aufgestapeltes Schilf. 

Demonstration eines Inseluntergrunds

Auf dem Untergrund kann man federnd laufen. Da mit der Zeit die Feuchtigkeit nach oben dringt, werden immer neue Schilflagen aufgelegt, so das eine Bodendicke von mehr als 4 m entstehen kann. Damit die Inseln nicht abdriften, sind sie im Grund mit Großen Steinen verankert. Ein Aussichtsturm ermöglicht den Blick über die Schilflandschaft und verschafft Klarheit über die Bewegungen auf dem Wasser.

Die Urus zahlen keine Steuern. Da es weder Kirchen noch Friedhöfe auf den Inseln gibt, werden die Einrichtungen in Puno genutzt. Zur Elementarschule auf einer der Inseln werden die Kinder mit dem Boot gefahren. Toiletten gibt es auch nicht auf jeder Insel. Nur schwer zu glauben, dass die stillen Örtchen immer rechtzeitig erreicht werden können. 
Das tut der fröhlichen Stimmung – wie man sieht – aber keinen Abbruch.

Bleichgesichter

Machu Picchu

Machu Picchu ist ein spiritueller Ort, der nach 300 Jahren des Vergessens erst 1911 von Hiran Bingham von der Yale Universität wieder entdeckt und frei gelegt wurde. 

Machu Picchu


Die Entdeckung  der Stadt erfolgte zufällig, als der Archäologe Bingham auf der Suche nach der sagenumwobenen Inkastadt Vilcabamba, die erst in den 1960 er Jahren entdeckt wurde, dem Hinweis eines Ortskundigen folgte. 

Blick auf das Pförtnerhaus am Zugang zu Mach Picchu


Machu Picchu wurde um etwa 1450 von dem Inkakönig  Pachacútec Yupanqui gegründet und umfasst mehr als 200 steinerne Bauten. Die Häuser waren zweigeschossig aus Stein mit einer Mischung von Kleie und Sand verfugt. 

Blick in ein Haus in Machu Picchu


Das Material für die Steinhäuser fand man vor Ort. Riesige Gesteinsbrocken lagen z. B. vom Abbruch einer Bergspitze herum. Die Steine wurden mit noch härteren Steinen, z.B. Obsidian bearbeitet. Teilweise wurden die Steinbrocken auch unbehandelt als Fundament für den Bau von Häusern verwandt. 

Die Gesteinsbrocken warten bis heute darauf bearbeitet zu werden


Machu Picchu liegt auf einem Hochplateau in einem subtropischen Gebiet und war überwuchert von Pflanzen und selbst aus dem Flugzeug nicht zu erkennen. Da die Stadt aus dem Tal des Urubambaflusses nicht einsehbar war, wurde sie von den Spaniern nicht entdeckt und ist dadurch auch nicht wie alle anderen Inkasiedlungen zerstört worden.

Blick von Machu Picchu runter auf den Urubamba Fluß

Über die Stadt gibt es wenig verlässliche Informationen. Viele Erklärungsmuster sind umstritten. Der ursprüngliche Name der Stadt ist bis heute nicht bekannt. Sie wurde nach dem angrenzenden Berg Machu Picchu (Alter Berg) benannt. Die Stadt war rundum von bis zum Fluss abfallenden Terrassen umgeben, auf denen Obst und Gemüse angebaut wurden. Zusätzlich stabilisierten sie den oberhalb liegenden Ort.

Inkaterrassen in Machu Picchu

Bei den Ausgrabungen fand man viele gewebte Stoffe, Tongefäße, Werkzeuge, Skelette von Llamas und Mumien, die heute in unterschiedlichen Museen zu sehen sind; es wurde aber kein Gold gefunden. Wahrscheinlich wurde es beim Verlassen der Stadt weggeschafft, weil befürchtet wurde, dass es in die Hände der Spanier fallen könnte.

Aufgrund der Funde schließen Forscher darauf, dass Machu Picchu keine Stadt im eigentlichen Sinne war, sondern ein sakraler Ort, vielleicht sogar das spirituelle Zentrum des Inkareiches, an dem heilige Handlungen wie das Opfern von  Alpaca stattfanden. Der Fund von vielen Mumien deutete auch darauf hin, dass es ein Ort war, in dem Mumifizierungen vorgenommen wurden. 

In Machu Picchu gibt es eine Reihe von Tempeln, der bedeutendste ist dem Gott Inti, dem Sonnengott gewidmet. 

Blick in den von der Plaza her offenen Sonnentempel


Der Ort hatte mutmaßlich auch ein Himmelsobservatorium, dass in dem Rundturm lokalisiert wird.

2000 Besucher kommen täglich nach Machu Picchu

Auf einem hohen Punkt des Ortes steht die Intihuatana, eine Sonnenuhr. Der Quetchua Name bedeutet übersetzt: Der Ort an dem man die Sonne fesselt. Die Sonnenuhr ermöglichte den Inkas eine genaue Zeitbestimmung, die für Aussaat und Ernte in der Bergregion besonders wichtig war. Der Stein ist ein Schattenwerfer, dessen Südfläche um 13 Grad nach Norden geneigt ist. Durch die Neigung wirft der Stein exakt zu Frühlings- und Herbstanfang  keinen Schatten. Eine genaue Zeitbestimmung war u. a. wichtig für die Bestimmung der Saat und Erntezeiten.

Intihuatana, die Sonnenuhr in Machu Picchu

Nach Machu Picchu kommt man nicht mit dem Auto. Wir sind von Cusco aus mit dem Bus nach Ollantaytambo gefahren (40 Sol/Person) Von dort geht es mit der Bahn nach Aguas Calientes ( Hin- und Rückfahrt 130 $/ Person). Dort benötigten wir Tickets für den Bus hoch nach Machu Picchu (12 $ ein Weg/Person) und Karten für den Eintritt nach Machu Picchu ( 156 Sol/Person). Ausländische Besucher müssen für Transport und Eintritt nach Machu Picchu mit gut 200 Dollar/Person rechnen.