First in Flight

Wir sahen diesen Hinweis zuerst auf den Autonummernschildern von North Carolina und  wissen inzwischen auch, was es damit auf sich hat: Hier gelang den Wright Brothers der erste motorgetriebene Flug.

Denkmal für die Wright Brothers auf dem Kill Devil Hill

Wilbur und Orville Wright stammen ursprünglich aus Ohio und hatten dort eine Radmanufaktur. Für ihren Traum vom Fliegen sammelten sie alle erhältlichen Informationen, auch über die Flugversuche von Otto Lilienthal. 

Auf der Suche nach einem geeigneten Übungsgelände sind die Gebrüder Wright auf die Outer Banks gestoßen, eine über 100 km lange sehr schmale Insel vor der Küste North Carolinas. Hier fanden sie die Voraussetzungen für Ihre Flugpläne gegeben: Ausreichend Wind, weichen Untergrund für die Landung und Einsamkeit, um ungestört üben zu können.

Zunächst begannen sie mit Gleitflügen  vom Kill Devil Hill, einer hohen Sanddüne bei Kitty Hawk. 

Gleiter der Wright Brothers

Sie dokumentierten ihre Erfahrungen und fotografierten ihre über 1000 Gleitflüge. Das war die Grundlage, den Gleiter  zu optimierten. Schließlich schafften sie es, das Fluggerät in der Luft stabil zu halten und zu steuern.
Nun gingen sie daran, ein motorgetriebenen Fluggerät zu entwickeln. Es benötigte eine größere Spannweite, um die zusätzliche Last des Motors zu transportieren.

Fluggerät mit Propeller und Seitenruder hinten, Höhenruder vorne

Am 3. Dezember 1903 fanden dann die weltweit ersten vier motorgetriebenen Flüge statt, der letzte  über 852 feet, etwa 260 m lang. 

  

Das war der Beginn der bemannten Luftfahrt. Rasant ging die Entwicklung dann weiter.

 

Baldwin Red Devil, 1911, ein Zweisitzer, National Air and Space Museum

 
  

Fluggerät 1913, National Air and Space Museum

Ein Besuch im Edisto Island Serpentarium 

Ein Serpentarium ist eine Art Reptilienzoo. Wir wollten mehr erfahren über Schildkröten, Schlangen und Alligatoren, die uns in den vergangenen Wochen verschiedentlich schon über den Weg gelaufen waren. Hier trafen wir einige wieder.

Einladung

Alligatoren gibt es hier in jeder Größe. Sie fressen nur, wenn es warm genug ist, sie auf Betriebstemperatur sind. In South Carolina sind das nur 4 Monate im Sommer, in Florida wegen des wärmeren Klimas 6 Monate. Gleichwohl ist es ratsam, ihnen auch an kalten Tagen nicht zu nahe zu kommen.

 

Alligator

 
   
Auch Kaimane gibt es hier zu sehen, die allerdings nicht in South Carolina beheimatet sind. 

  

Kaiman

So einen Alligator mal auf den Arm zu nehmen ist schon eine besondere Erfahrung. Und dann noch in scheinbar offizieller Mission.

   

Halt die Klappe

Von den 40 in South Carolina beheimateten Schlangen sind nur 6 giftig. Das sorgt für eine gewisse Beruhigung beim Wandern. 

Zu den nicht giftigen Schlangen zählen die Ratsnakes, deren bevorzugte Beute Ratten sind. Das macht sie bei Getreidebauern zu beliebten Gästen in den Kornspeichern.

Ratsnake

Die Kingssnake ist eine nichtgiftige Schlange. Sie hat ihren Namen erhalten, weil sie andere, auch giftige Schlangen bis zur gleichen Größe frisst. Sie hat diese Fähigkeit, weil sie gegen Schlangengift immun ist.
  

Kingssnake, nicht gegendert, bei einer Vorführung

Schlangen fühlen sich gut an, wenn man sie einmal in der Hand hat.
  

Schlangenschönheit

Einigen Schlangen sollte man tunlichst aus dem Weg gehen. Dazu zählen die Klapperschlangen
 
   
     

Klapperschlange

Auch dieser Pythonfamilie ist nicht zu trauen
 
  

Schildkröten sind bis auf wenige Ausnahmen harmlose Tiere. Im Serpentarium gibt es eine Vielfalt  großer

Ein Prachtexemplar

und auch noch entwicklungsfähiger Exemplare.

Da will jemand hoch hinaus

Wir haben den Besuch zum Glück überlebt.
 

schwarzer Humor

 

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The Big Easy

The Big Easy, das ist New Orleans. Für uns bedeutete NOLA, wie die Stadt auch liebevoll genannt wird, drei Tage laufen, sehen und hören. Wir streiften durch den Garden District mit seinen kleinen Geschäften 

Geschäfte im Garden District

und Lokalen, 

      

Lokal im Garden District

 
 
seinen einfachen 
 

Häuserzeile im Garden District

 
und prachtvollen Häusern.
 

Villen im Garden District

 
Auf dem Weg dorthin kamen wir an dem  Denkmal für die Opfer des Hurricans Katrina vorbei, der etwa 80 % New Orleans überschwemmte. Insgesamt 1800  Menschen kamen dabei ums Leben.

 

Denkmal für die Opfer des Hurricans Katrina

 
Am Abend konnten wir uns natürlich der Anziehungskraft des French Quarters nicht entziehen, wo vor allem im Umfeld der Bourbon Street aus jeder Lokalität Live Musik erschallte. Ob Boogie Woogie

  
Blues oder

  
Jazz

  

Jeder kommt auf seine Kosten. 

Nach dem wohl bekanntesten Musiker der Stadt, Louis Armstrong, ist ein Park benannt, in dem auch das Mahalia Jackson Theater for the Performance Arts beheimatet ist.
 

Skulptur am Eingang zum Louis Armstrong Park

 

Für uns waren es drei Tage Augen- und Ohrenschmaus.

Nicht zu vergessen die Straßenmusiker
 

Easy playing as soon as the day broke

 

 
und anderen Straßenkünstler,

 

Es geht um die Wurst

 
die um die Aufmerksamkeit der Passanten in Erwartung einer großzügigen Spende buhlen. 
 

Hat da etwa jemand nicht gelöhnt

 
Es gibt auch unkonventionelle Angebote.

Da kommt Farbe auf

Bei Hochzeiten wird dann auch schon mal die Fahrbahn gesperrt.

Take it easy

Einen besonderen Reiz der Stadt bildet der Kontrast zwischen den die Skyline prägenden modernen Hochhäusern

Die Skyline von New Orleans vom Mississipi aus

und den nicht minder imposanten Gebäuden an der Uferpromenade der Altstadt.

    

Blick auf das French Quater vom Mississipi

 Prägend für das Stadtbild ist auch die St. Louis Cathedral.
  
Der Verlockung einer Fahrt auf dem Mississipi mit einem der beiden letzten noch in Betrieb befindlichen Steamboats konnten wir dann auch nicht widerstehen.

Die Nachez Nr. 9, eine der beiden in den USA noch in Betrieb befindlichen Steamboots

Zum Abschluss unseres Ausflugs nach New Orleans haben wir Ostersonntag einem Gottesdienst in einer der ältesten Kirchen der Stadt, der St. Augustine Church, beigewohnt. 
 

Sing Hallelujah

Blue Angels

Die Blue Angels sind keine Mitglieder des Blauen Kreuzes, die dem Alkoholismus den Kampf ansagen, auch keine wild gewordenen Irokesen, 

Poster auf dem Gelände des National Naval Aviation Museums

sondern eine Kunstfliegerstaffel der amerikanischen Marine. Ihr Können haben wir in einer etwa einstündigen Flugschau auf dem Gelände des National Naval Aviation Museums in Pensacola bewundern dürfen.

Die Staffel besteht aus 6 Flugzeugen, die in unterschiedlichen Formationen über uns hinweg flogen.
 

Blue Angels

 
Mal übereinander,

Blue Angels

mal in Diamant Formation.

Blue Angels

Nebeneinander,

Blue Angels

auch über Kopf

 

Blue Angels

 
Mal von der einen Seite,

Blue Angels

Mal von der anderen Seite.

Blue Angels

und auch aus beiden Richtungen
 

Blue Angels

 
Immer mit hoher Geschwindikeit.
Bestaunen konnten wir auch eine Vielzahl von Flugzeugen, die im Laufe der Jahrzehnte bei der Navy im Einsatz waren.

Ausstellungsstück im National Naval Aviation Museum

   

Ausstellungsstück im National Naval Aviation Museum

 

  
Für uns verbleibt nur amerikanische Geschichte zu lesen!

Auf Neuem Kurs

Auf dem Weg in die karibischen Regionen Mexikos haben wir uns für einen Kurswechsel entschieden. Nachdem wir auf der Hochebene Mexikos angenehme Temperaturen hatten, überraschte uns  das feuchtwarme tropische Klima an der Küste.

Der Wendepunkt, idyllisch gelegen, aber schwülwarmes Wetter

Die Aussicht darauf, dass auf unserem Weg nach Süden Hitze und Luftfeuchtigkeit weiter zunehmen werden, führte letztlich zu der nicht leichten Entscheidung, den Kurs zu wechseln und wieder nach Norden zu schwenken. 

Die Verlockung den Frühling in den Südstaaten der USA zu erleben, hat uns letztlich die Entscheidung doch etwas erleichtert. 

Frühling in Texas

Derzeit fahren wir bei angenehm warmen Temperaturen die Küste am Golf von Mexiko entlang. Hier ist es morgens frisch und am Tag angenehm warm. Aber dafür lauern neue Gefahren. Es gibt jede Menge Schlangen

  

und Alligatoren

 

Alligator im Palmetto Island State Park

 
Alligatoren gibt es hier nicht nur im Wasser, sondern auch vom Grill. Das ist  hierzulande eine Delikatesse, die wir gefahrlos genossen haben.

Ende April kommen wir erst mal zurück nach Deutschland und im Herbst sehen wir dann weiter! 

Präkolumbische Kulturen

In Mexiko gibt es eine Vielzahl von Ausgrabungsstätten, die von den Hochkulturen  u. a. der Majas, Tolteken und Azteken zeugen. Einen ausgezeichneten Überblick  über diese präkolumbischen Kulturen bietet das Antropologische Museum in Mexiko City mit seiner eindrucksvollen Sammlung von Figuren

 

Ausstellungsstücke aus dem antropologischen Museum in Mexiko City

 
 
 Masken, 

 

Maske im antropologischen Museum in Mexiko City

 
Schmuck, 

Halsschmuck im antropologischen Museum in Mexiko City

und Skulpturen

 

Skulptur im antropologischen Museum in Mexiko City

 
Noch beeindruckender ist der Besuch der Ausgrabungsstätten selbst. Wir waren in Teotihuacan, das  im Nordosten von Mexiko City  liegt. Auf dem Weg dorthin passierten wir den gewaltigen Popocatepetl, einen 5400 m hohen Vulkan.

 

Popocatepetl östlich von Mexiko City

 
 

Teotihuacan ist die Stadt der Götter oder die Stadt, in der Männer durch ihren Tod zu Göttern werden. Die Stadt prägt eine breite Straße von etwa zwei Kilometern Länge, an deren Seiten Tempelanlagen aufgereiht sind.

Blick von der Mondpyramide auf die Hauptachse der Stadt

An einem Ende der Straße steht die Mondpyramide. Hier war das spirituelle Zentrum der Stadt und um den Vorplatz die wichtigsten Tempelanlagen.

 

Blick von der Sonnenpyramide auf die Mondpyramide

 
Alles überragt die gewaltige Sonnenpyramide, von der wir ganz allein auf weiter Flur einen schönen Überblick über die Stadt bekommen haben. Bislang sind allerdings erst etwa 15 % des ursprünglichen Stadtgebietes freigelegt.
 

Sonnenpyramide

 
Hinter den Tempeln befanden sich die Wohnungen der herrschenden Klasse der Priester. 

Ruinen einer Wohnanlage in Teotihuacan

Im Umkreis von 20 Quadratkilometern lebten zur Blütezeit in Teotihuacan etwa 100000 Bewohner aus unterschiedlichen Regionen Mittelamerikas.

Nach 900 Jahren wurde die Stadt lange vor der Eroberung durch die Spanier um das Jahr 700 verlassen. Über die Gründe weiß man nicht Bescheid. Die Vermutungen gehen dahin, dass Dürreperioden und Kämpfe für den Fortzug der Bevölkerung verantwortlich waren.
Wir waren sehr beeindruckt von Größe der Anlage, ihre architektonische Konzeption und Ausführung. Im Wesentlichen sind heute nur noch die Sockel zu sehen, auf denen die Bauten errichtet wurden. 

Fresko im Museum von Teotihuacan

Wenn man sich die auf Säulen ruhenden Gebäude und deren Ausschmückung dazu denkt, muss das Stadtzentrum prachtvoll gewesen sein.

Restaurierter Innenhof in Teotihuacan

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Cornelia hat ein mexikanisches Patenkind

Sie heißt Yanevy.

 

Yanevy

Yanevy ist 7 Jahre alt und lebt am Stadtrand von Mexiko Stadt.

Yanevy mit ihrer Großmutter

Durch die Patenschaft wird es ihr ermöglicht, eine gute Schulausbildung zu bekommen. Der von Marion Kofahl gegründete gemeinnützige Verein  Amigos de los niños  (http://www.amigos-ev.de) kümmert sich seit fast 20 Jahren um die Ausbildung von Kindern in Mexiko und unterstützt in diesem Jahr insgesamt 40 Kinder auf diese Weise. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Vereins arbeiten ehrenamtlich. Das gespendete Geld kommt unmittelbar den Kindern zugute.

 

Cornelia mit Felipe und Venancio, zwei ehrenamtlichen Mitarbeitern, im vom Verein genutzten Gebäude in Mexiko City

Regelmäßig organisieren die Helfer vor Ort  Treffen, auf denen ein Austausch mit den Familien stattfindet. Natürlich wird auch zu bestimmten Anlässen gemeinsam gefeiert. Diese Veranstaltungen finden in einem städtischen Gebäude statt, wo auch andere Organisationen beheimatet sind.