Reisetipps

Auto kaufen

Wir haben einige Reisende getroffen, die neuerdings mit einem in Chile gekauften Auto nicht mehr nach Argentinien rein gelassen wurden. Daher genau informieren, welche aktuellen Regelungen gelten und welche Bedingungen man erfüllen muss, um einreisen zu können. ( Stand Mitte Januar 2017 )

Autoreifen

Für unseren Sprinter haben wir in den USA lange gesucht, passgenaue Reifen zu finden, weil die Sprinter in den USA  andere Reifengrößen haben. Das Wohnmobil vor der Tour gut ist bereifen, ist daher empfehlenswert.

Autoversicherung

Seabridge vermittelt eine Vollkasko Autoversicherung für Nordamerika und Mexiko.  Sie ist allerdings sehr teuer. Für Mexiko benötigt man zusätzlich noch eine Haftpflichtversicherung, die man an der Grenze abschließen kann. Eine deutlich billigere Haftpflichtversicherung kann man bei AIG erhalten. Dort gibt es ein besonderes Programm für Ausländer mit vorübergehendem Aufenthalt in den USA. Es heißt: “AIG Travel Guard” und fällt unter das : AIG Travel Guard’s Short-Stay membership program. Dies macht es erforderlich, dass man eine membership ( $ 220) erwirbt, um anschließend die Haftpflichtversicherung abschließen zu können.
Kontakt: AIG_TIA@aig.com

Für Südamerika vermittelt Roby Speiser eine Haftpflichtversicherung, die allerdings nicht für alle Staaten gilt.

Kontakt: roby@speiserseguros.com.ar

CAA

Bei der Ankunft in Halifax ist es ratsam das Büro des dortigen Automobilclubs CAA aufzusuchen. Wir haben für ganz Amerika dort Campingführer erhalten und Travelguides für die Regionen, die wir befahren wollen. Alles kostenlos als ADAC Mitglied!

Deutsche Zulassung 

Wir haben die deutsche Zulassung beibehalten, fahren aber mit einem ungestempelten Nummernschild, weil anderenorts schon mal ein Nummernschild gestohlen wurde. Eine von uns nicht geprüfte Alternative wäre die Abmeldung zuhause, nachdem das Wohnmobil im Verschiffungshafen ist und nur mit ungestempelten Nummernschildern zu fahren.

Fehlermeldungen beim Fahrzeug

Zweckmäßig ist es, einen Stecker zum Auslesen von Fehlermeldungen beim Fahrzeug mitzunehmen, da die in Amerika üblichen Stecker häufig nicht passen. Das erleichtert die Fehlersuche und beschleunigt die Reparaturarbeiten.


Geldbeschaffung

In Nordamerika kein Problem mit Visa Karte. In Südamerika schon. In Argentinien konnten wir maximal 2000 Pesos abheben. Das sind etwa 120 Euro. Dafür zahlt man allein schon etwas mehr als 5 Euro Gebühren. Auch in Chile sieht es nur etwas besser aus. Deshalb so weit es geht mit Visa Karte bezahlen. An Tankstellen sollte man fragen, ob sie überhaupt internationale Visa Karten akzeptieren. Sonst ist man schnell wieder das teuer gezogene Geld los. Prüfen sollte man, ob es evtl. günstiger ist, Pesos aus Deutschland mitzubringen. In Uruguay konnten wir in der Bank mit Pass auch größere Dollarbeträge abheben. Ein Vorrat an Dollar ist ohnehin für Notfälle wichtig, oder wenn dann mal wieder eine Karte streikt.

Grenzformalitäten

Die Einreise in verschiedene Länder Südamerikas erfordert unterschiedliche Dokumente. In allen von uns besuchten Ländern bekommt man für das Fahrzeug ein Dokument, dass man bei der Ausreise unbedingt wieder abgeben muss.

Bei der Einreise nach Chile ist ein Formular mit Fragen zu Geld, Lebensmittel etc. auszufüllen. Beim Übergang von Chile nach Peru sind zwei weitere Formulare, eins für die Ausreise aus Chile und eins für die Einreise nach Peru  auszufüllen.

 

 

Karten / Navigationssysteme

Wir sind mit dem Scout Navigationssystem gefahren. Maps Me ist eine Alternative. Ergänzend sind Karten unverzichtbar. In Mexiko hat uns der Guija Roja gut weitergeholfen.

 

 

Stellplätze in Nordamerika

In Broschüren sind häufig nur private Campgrounds gelistet, die in der Regel ein breites Angebot an Dienstleistungen haben, aber den Aufenthalt teuer machen. Anders die Campgrounds in den National- und Stateparks. Diese haben die basics, die man braucht und sind schön gelegen. Informationen dazu bekommt man in den Welcome Centern der jeweiligen Staaten.  Wem einfache Campingplätze reichen, sollte sich den Guide for free and locost Campgrounds kaufen.

In den Sommermonaten, vor allem in den Schulferien hierzulande, sind die Campingplätze in den Nationalparks voll. Viele Plätze werden weit im Voraus gebucht. Gleichwohl ist es möglich, auch kurzfristig einen Stellplatz zu bekommen. Selbst im Yellowstone Nationalpark konnten wir kurzfristig unterkommen. Anrufe bei den eingerichteten zentralen Vermittlungsstellen, die es auch für State Parks in den jeweiligen Staaten gibt, waren bei uns erfolgreich. Zudem gibt es eine Reihe von Campgrounds, die keine Vorbestellung annehmen. Dort gilt „first come, first serve“. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, Campgrounds am Rande des Nationalparks anzulaufen.

In den meisten öffentlichen Campgrounds belegt man einen freien Platz, indem man einen Umschlag ausfüllt, das passende Geld hineinsteckt und den Umschlag in einen dafür vorgesehen Behälter wirft. Mit dem am Umschlag befindlichen Abreißzettel markiert man den Platz als besetzt. Wichtig ist, immer passendes Kleingeld parat zu haben, weil häufig niemand zum Wechseln da ist.

Für Reisende mit schmalem Reisebudget  gibt es auch Möglichkeiten kostenfrei zu übernachten. In allen National Forests darf man frei stehen. Kostenfreies Übernachten ist bei Walmart, Safeway oder auch an einigen Spielbanken  möglich.

Für Fernreisende ist der iOverländer die Plattform im Internet, die bei der Suche nach Stellplätzen sehr hilfreich ist. Die App kann man runterladen und als Liste funktioniert sie auch offline.

Stellplätze in Südamerika

In Südamerika ist der iOverländer unverzichtbar. In Brasilien und Argentinien haben wir zudem die gute Erfahrung gemacht, dass man auf Nachfrage fast überall irgend einen informellen Stellplatz angeboten bekommt. In Argentinien und Chile sind Tankstellen als Stellplatz sehr beliebt. Einige von ihnen haben sogar warme Duschen.

Storage

Wer seine Reise in Südamerika für einen Rückflug unterbrechen will, kann sein Wohnmobil ein Jahr in Uruguay abstellen. Uns sind zwei Stellplätze bekannt:

Bei Silvia und Heinz im Paraiso Suizo, östlich von Mntevideo (50 $ pro Monat)

info@paraisosuizo.com

am Hotel Suizo, in Nueva Helvetia, etwa 100 km von Montevideo entfernt (2 $ pro Tag)

oder bei

Sandra 12 km von Colonia del Sacramento entfernt (55 $ pro Monat, inclusive. Transfer nach Colonia)

ssbrand@yahoo.com

Visum

Für Reisende, die längere Zeit unterwegs sind, lohnt sich für die Einreise in die USA ein Visum, das 10 Jahre gültig ist. Es muss bei der Botschaft in Berlin oder in unserem Fall bei der Gesandschaft in Frankfurt beantragt werden. Das ist zeitaufwendig und kostet Einiges, aber dafür kann man sich i.d. R. 6 – an Stelle von 3 Monaten ohne Visum – in den Staaten aufhalten. Zudem haben wir bei der erneuten Einreise aus Kanada die Erlaubnis zum Verbleib für weitere Monate erhalten. Wichtig zu wissen ist auch, dass die jeweiligen Grenzbehörden letztlich über die Verweildauer im Land entscheiden.

Websites

Gute Informationen über die Panamericana bekommt man auf den Seiten

http://www.panamericanainfo.com und

http://www.panamericanaforum.org

Der iOverlander ist eine von Benutzern bestückte Plattform, auf der Reisende Informationen über Unterkünfte, Stellplätze und vieles mehr erhalten.

http://www.ioverlander.com 

In Notfällen, z. B. bei Passverlust, ist es wichtig, die Anschriften der Deutschen Botschaften zu haben. Beim Auswärtigen Amt    kann man sich eine App. runterlasen,

http://www.auswaertiges-amt.de

die auch weitere Informationen bereit hält.

Welcome Center

Vor Einfahrt in jeden Staat der USA und Kanadas sollte man unbedingt die Welcome Center aufsuchen. Sie geben Kartenmaterial, Informationen zu Sehenswürdigkeiten und Veranstaltungen.

Wettervorhersage

Hier fanden wir den Windguru hilfreich.

 

Whale Watching



Auf der Baja California gibt es gute Möglichkeiten Wale zu beobachten. Sie ziehen im Winter den Pazifik nach Süden um hier ihren Nachwuchs zu bekommen. In den geschützten Lagunen der Halbinsel gibt es unterschiedliche Angebote für Bootstouren, u.a. in den Lagunen bei Guerrero Negro, San Ignacio und Lopez Mateos. In Mateos Lopez haben wir für eine sehr schöne zweistündige Bootstour 2000 Pesos gezahlt. Den Betrag haben wir uns mit drei weiteren Personen geteilt.

Wale kann man auch sehr gut im Oktober auf der Halbinsel Valdez beobachten. Punta Pardelas ist hierfür besonders geeignet. Seeelefanten kann man sehr gut in Punta Ninfas und am Playa de Isla Escondida beobachten. Auch nicht weit davon entfernt ist Punta Tombo mit seiner riesigen Magellan Pinguin Kolonie.

 

Wohnmobilverschiffung

Es bietet sich an, die Verschiffung unter Vermittlung von Seabridge durchzuführen. Sie kennen sich gut aus und geben einem gute Information zu den jeweiligen Hafenstädten an die Hand.Zielhafen

Für uns hat es sich bewährt, nach Halifax zu verschiffen. Alternative ist Baltimore, von wo aus wir zurück verschifft haben. Für die Einreisebehörde in Kanada war es in unserem Fall nur wichtig, dass man nicht dauerhaft einreist. Der Hinweis, weiter in die USA zu reisen, genügte, um den Stempel in den Pass zu bekommen. Die verschlossenen Türen unseres Wohnmobils wurden nicht untersucht.

Die Einreiseformalitäten in Uruguay sind bei der Verschiffung nach Montevideo relativ unkompliziert.

 

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